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„Globalisierung und Wir“: One Belt One Road deutsch-chinesische Forum

10.Jul.2017 16:00:07

 

 

Der G20-Gipfel fand an den Tagen 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Passend zum Leitsatz des diesjährigen Gipfels „Eine vernetzte Welt gestalten“ wurde ersichtlich, dass Deutschland bereit ist gemeinsam mit der Welt eine bessere Zukunft aufzubauen. In diesem Jahr feierten wir das 45-Jahre-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland. Im Rückblick auf ihre Geschichte erwies sich diese Periode zwischen den beiden Ländern als eine, die mit dem höchsten Niveau der Zusammenarbeit glänzen kann. Der G20-Gipfel bot Anlass, sich genauer mit dieser Herausforderung „Globalisierung und wir: One Belt, One Road“ zu beschäftigen. In diesem Rahmen veranstaltete die Deutsch-Chinesische Unternehmer-Vereinigung (DCUV) in Kooperation mit der Tongji-Universität und dem German Institute of Global and Area Studies (GIGA) am 8 Juli in der Bucerius Law School ein Diskussionsforum, das in unmittelbarer Nachbarschaft der beratenden Staats- und Regierungschefs stattfand.
Das Forum bestand aus vier Blöcken und die Konferenzmoderation wurde von Herrn Prof. Dr. Xuewu GU, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen der Universität Bonn, durchgeführt. Die hochrangigen deutschen und chinesischen Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und dem Bildungswesen diskutierten angeregt im Rahmen des Zentralpunktes „Globalisierung“ und „One Belt, One Road“ über die Themen deutsch-chinesische Beziehungen, Kooperation im Wirtschaftsbereich, Transport und Verkehr, und Kulturaustausch.
Zunächst hielt Herr Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (Bereich Wirtschaft und Innovation), eine Begrüßungsrede im Auftrag der Hamburger Regierung. Er sagte, Hamburg als „Festung der Chinesen“ bringe nicht nur chinesische Unternehmen zusammen, sondern sei auch ein wichtiger Hafen für den See- und Landverkehr zwischen China und Deutschland. Im heutigen Kontext der Globalisierung habe die Einberufung dieses hochrangigen Forums in Hamburg weitreichende Bedeutung für die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Austausches zwischen den beiden Ländern.
Herr Prof. Jianwei ZHANG, Vorstandsvorsitzender der DCUV, begrüßte herzlich mit seiner Rede 400 chinesische und ausländische Gäste. Er sagte:„Vor dem Hintergrund der Globalisierung ist ’One Belt, One Road‘ die beste Strategie, die China vorgelegt hat. Als sozial engagierte Bürgervereinigung veranstaltet DCUV in Kooperation mit der Tongji-Universität und der GIGA dieses Forum, um eine deutsch-chinesische, politische, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Kommunikationsbrücke aufzubauen.“
Der Vizepräsident der Tongji-Universität Herr Prof. Bo JIANG, betonte, dass es in der neuen Situation in Bezug auf die Globalisierung sehr wichtig sei, die Zusammenarbeit, sowohl zwischen Deutschland und China, als auch zwischen EU und China, zu verstärken. Im Anschluss veranschaulichte er, welche bedeutende Funktionen die Tongji-Universität in den Bereichen des Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturaustausches zwischen China und Deutschland erfüllt.
Herr Prof. Dr. Zhaorong MEI, ehemaliger chinesischer Botschafter in Deutschland und Herr Dr. Michael Borchmann, ehemaliger Abteilungsleiter für Europa und Internationale Angelegenheiten in der hessischen Staatskanzlei, hielten Eröffnungsreden über das Hauptthema des Forums „Chinesisch-deutsche Zusammenarbeit unter den Umständen der Globalisierung“. Herr Prof. Dr. Mei betonte: „Die beiden ehemaligen Bundeskanzler Deutschlands, Herr Schröder und Herr Kohl, haben ein unsterbliches Verdienst geleistet, um das gegenseitige Verständnis und die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China zu fördern.“
Er war sehr darüber erfreut, dass die Beziehungen zwischen China und Deutschland eine stetige und solide Entwicklung aufrechterhalten haben, und bekräftigte voll und ganz, dass die Win-win-Kooperation der wichtigste Schwerpunkt den Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass obwohl zwischen China und Deutschland einige Verständnisunterschiede und Interessenkonflikte bestehen, müsse dennoch eine besonders große Aufmerksamkeit den Grundsätzen des gegenseitigen Respektes bei der Win-win-Strategie geschenkt werden. Schließlich richtete er eine Botschaft an die Think Tanks und an die Wissenschaftler aus China und Deutschland, die sich der Aufgabe gewidmet haben, deutsch-chinesische Beziehungen zu führen und als Kommunikationsbrücke zu fungieren, um künftige Zusammenarbeit und Entwicklung zwischen den beiden Ländern gewährleisten zu können.
Das Forum „Die Globalisierung und wir: One Belt, One Road“ am Vormittag wurde von Herrn Prof. ZHENG Chunrong, dem Direktor des Deutschlandforschungszentrums der Tongji-Universität, geleitet. Die Gäste waren wie folgend: Herr JIANG Bo, der Vizepräsident der Tongji-Universität; Herr YANG Jiemian, ehemaliger Direktor des Shanghai Instituts for International Studies; Herr SHI Jianxun, stellvertretender Direktor des Instituts für Innovation und Entwicklung der Tongji-Universität; Herr SHI Shiwei, Direktor des Europa-Forschungszentrums des GIGA; Dr. Theo Sommer, ehemaliger Chefredakteur und Herausgeber für die überregionale Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ und Prof. Dr. Joachim Betz, Assoziat am GIGA.
Folgende chinesische Unternehmensvertreter hielten am Nachmittag abwechselnd Reden bezüglich der Strategie „Bring in & go global“: Herr PAN Yuejian, Vorsitzender von Shenzhen Qianhai Yunjipin E-Commerce Co., Ltd.; Herr YUAN Renguo, Vorsitzender von Kweichow Moutai Co Ltd.; Herr LAN Xiji, Vorsitzender von Xi’an JiYuan Enterprise Group; Herr ZHANG Chuanwei, Vorsitzender von China Ming Yang Wind Power Group; Herr WANG Yuefeng, Vorsitzender von Liyu Gas Power Group und Frau CAO Gaojun, Vertreterin des Forschungsinstituts für Additive Fertigung von 3D Focus Network Technology Co., Ltd.. Sie führten eine gründliche Analyse der strategischen Ausrichtung der Unternehmen im Rahmen der Globalisierungsstrategie „One Belt, One Road ” und freuten sich über somit entstandene zahlreiche Möglichkeiten für die Zukunft, vor allem im Bereich der deutsch-chinesische Zusammenarbeit. Sie führten ihre internationalen Konzepte auf und stießen damit auf begeisterte Reaktionen der Forumsteilnehmer.
An der Podiumsdiskussion „Globalisierung und wir: Diskussionsrunde deutscher und chinesischer Unternehmer zum Thema G20-Gipfel und One Belt, One Road“ nahmen folgende Gäste teil: Herr Lei XIE, Vorstandsvorsitzender von Beijing Bogujincang Culture Co. Ltd.; Herr Antonio Villcampa, Vorstandsvorsitzender der SIGG Switzerland Bottles AG; Herr Luping SHAO, Vorstandsvorsitzender von Serolab SA; Herr Dingxian FENG, Vizepräsident von Zhejiang Entrepreneurs Association; Herr Yunfei CAI von Huifeng Dayou International Investment Co. Ltd.; Dr. Matthias Evers, Senior Partner of the McKinsey & Company und Herr Ailian ZHU, Vorstandsvorsitzender von EurAsia Info Switzerland. Obwohl sie in verschiedenen Branchen tätig waren, waren sie sich einig, dass sowohl chinesische als auch europäische Unternehmen die beispiellosen Möglichkeiten im Rahmen der wirtschaftlichen Globalisierung und der Strategie „One Belt, One Road“ nutzen sollen, um die Zusammenarbeit zu stärken und die Entwicklung von „One Belt, One Road“ in alle Richtungen vorantreiben zu können.
Herr SHEN Guoqiang, Vizepräsident der DCUV, leitete die Liveübertragung der Abfahrtszeremonie, die den Beginn des Regulärbetriebs der Zuglinie Hunan-Europa-Express zwischen Hamburg und Changsha einläutete, und brachte somit die Atmosphäre auf den Höhepunkt.
Daraufhin kündigten Herr Zhenyu WEN, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DCUV und Herr SHEN Guoqiang, Vizepräsident der DCUV im Namen der Veranstalter die Verleihung der Auszeichnung “Best Innovative Project Award” an CLC China Logistic Center für die herausragenden Leistungen dieses Unternehmens in den letzten Jahren im Bereich des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs zwischen China und Deutschland.
Zugleich wurden auch mehrere kleine Zeremonien zur Vertragsunterzeichnung für eine Reihe von Kooperationsprojekten zwischen Deutschland und China gehalten. Macau Sino-European Commercial Exchange Association, Macao Malaysia Chamber of Commerce, und das Coordination Center of China-Europe Freight Train Service in der China Communication and Transportation Association haben jeweils eine Kooperationsbeziehung mit der DCUV errichtet.
Durch die Liveübertragung der Abschiedszeremonie wurde das dritte Thema des Forums eingeleitet: „Globalisierung und wir: Logistik und innovative Technologien“. Herr Prof. Xinghua LI, Exekutivdirektor des National Institute of Innovation and Development der Tongji-Universität, trat als Leiter dieses Programms auf und moderierte folgende Gäste: Herr Gunther Bonz, Generalbevollmächtigter der EUROGATE GmbH & Co. KGaA; Herr Carsten Tietje, Geschäftsführer von China Logistic Center (CLC); Herr Prof. Jingyu WU, Leiter des Coordination Center of China-Europe Freight Train Service in der China Communication and Transportation Association; Herr Ping SUN, Geschäftsführer der SeaExpress Logistics GmbH; Herr Shuyun HE, Direktor von Economic Development Board von Hunan Xiangjiang New Area und Herr Chaohui XIA, Geschäftsführer von Hunan Xiangou Express Co. Ltd. Die China-Europa-Güterzüge entlang der Seidenstraße seien eine unersetzliche Ergänzung zum traditionellen See- und Luftverkehr. Die Globalisierung stelle höhere Anforderungen an Hightech- und Smartmanagement von Unternehmen, hieß es in dem Programm.
Zum Abschluss wurde der Vortrag „Globalisierung und wir: Business-Matchmaking zwischen Deutschland und China“ von Herrn Feng (Felix) LI, Generalsekretär der DCUV, geleitet. Herr Tiejun ZHANG, Gründer des OHK, Herr Yu LIAO, technischer Direktor von Tellhow Sci-tech Co., Ltd., Herr Guosheng LIU, Geschäftsführer der China Tours Hamburg CTH GmbH und Herr Prof. Dr. Carsten Ahrens von der Jade Hochschule in Oldenburg, diskutierten zusammen über den Umgang mit kulturellen Unterschieden und über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technologischen Bereichen.
Am G20-Gipfel haben die Führungskräfte verschiedener Länder enorme Anstrengungen für das stetige Wirtschaftswachstum und für die Reform sowie Innovation unternommen. Eine Globalisierung bedarf einer großen Struktur und die Struktur bedarf einer großen Weisheit. Die Förderung der globalen Strategie „One Belt, One Road“ bietet in allen Bereichen Chancen für Entwicklung und Wachstum. Das Forum bot chinesischen und deutschen Politik- und Wirtschaftsexperten, sowie Wissenschaftlern die Möglichkeit in einen direkten Dialog mit den Unternehmern zu treten, was die Kommunikation und den Austausch zwischen den beiden Seiten maßgeblich gefördert hat.
Der Dialog wird sicherlich eine langfristige, stabile und gesunde Zusammenarbeit aller Branchen in der Zukunft ankurbeln und somit einen positiven Beitrag zur soliden Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen leisten.